ART Giants lassen in Oldenburg wichtige Punkte liegen (93:79)

Foto: Norbert Schulz

Nach einer schwachen ersten Halbzeit mussten die ART Giants Düsseldorf am 6. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB ihre dritte Saisonniederlage hinnehmen. Beim Tabellenschlusslicht Baskets Juniors Oldenburg unterlagen die Giganten mit 79:93. Für Headcoach Jonas Jönke war die fehlende Intensität seiner Mannschaft der ausschlaggebende Punkt für die bittere Pleite.


Zunächst fanden die Düsseldorfer gut in die Partie: Mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf eröffnete Faton Jetullahi die Begegnung und schnell konnten sich die Gäste aus dem Rheinland mit 9:2 absetzen. Während sich die ART Giants von der ersten Sekunde an treffsicher präsentierten, brauchten die Hausherren ein paar Minuten, um ihren Rhythmus zu finden. Plötzlich agierten die Baskets wie gelöst und legten einen 9:0-Lauf auf das Parkett (14:11). Zur ersten Viertelpause waren die Rheinländer mit einem Punkt im Hintertreffen (18:17).


Das überhastete Spiel der Gäste zog sich auch ins zweite Viertel, in dem Oldenburg immer wieder die Lücken in der Düsseldorfer Verteidigung fand und entweder punkten oder aber ein Foul ziehen konnte (30:21). Auf Oldenburger Seite war es vor allem Robert Drijencic (29 Punkte), der aus allen Lagen abfeuerte und die Führung der Hausherren ausbaute. Zur Halbzeit taten sich die ART Giants, bisher die beste Offensive der Liga, weiter schwer (45:37).


Nach dem Seitenwechsel bekamen die 270 Zuschauer in der OTB Sporthalle dann einen packenden Kampf zu sehen – bei dem Oldenburg klar den Ton anzugeben schien. Über fünf Minuten gelangen dem Jönke-Team zum Start ins dritte Viertel keine Punkte und Oldenburg netzte weiter munter ein (60:39). Mannschaftskapitän Sebastian Kehr erlöste die Gäste schließlich mit seinen Treffern von der Freiwurflinie. Trotz dieser Schwächephase wollten sich die ART Giants noch nicht geschlagen geben. Angeführt vom starken Dainius Zvinklys, der das Offensivspiel der Düsseldorfer nun an sich riss, brachte das Jönke-Team mehr Tempo in das eigene Spiel. Mit dem unaufhaltsamen Selbstbewusstsein des athletischen Litauers schrumpfte der Rückstand auf der Anzeigetafel zum Viertelende wieder auf zehn Punkte (65:55).


Mit dem Start ins Schlussviertel kam die Hoffnung auf einen Erfolg in Oldenburg wieder zurück und der aufgetaute Jetullahi brachte zwei wichtige Dreier im gegnerischen Korb unter (68:63). Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Gastgeber jedoch durchweg die Oberhand behielten. Bei noch vier zu spielenden Minuten verkürzte US-Spielmacher Brady Rose mit einem sehenswerten Wurf aus weiter Ferne sogar auf 75:72. Kurz vor Spielende bekamen die Giganten in dieser so wichtigen Phase dann zu allem Überfluss noch ein unsportliches Foul gegen sich gepfiffen (81:72). Im Anschluss daran sorgte US-Amerikaner Jesse Kempson mit einem Distanzwurf in der Schlussminute für die Vorentscheidung und besiegelte die Auswärtsniederlage der ART Giants (93:79).


Headcoach Jonas Jönke: „Wir haben in der ersten Halbzeit überhaupt keine Intensität auf das Spielfeld gebracht. Dainius hat uns dann im zweiten Durchgang unfassbar viel Energie gegeben, sodass wir das Spiel nochmal offen gestalten konnten. Dann sind wir aber wieder in alte Muster verfallen und haben den Werfern des Gegners zu viele Räume gelassen. Wir haben in der Verteidigung als Team einfach nicht gut agiert. Wenn wir mit einer gewissen Intensität verteidigen, sieht man wozu wir in der Lage sind. Das war gegen Oldenburg schlichtweg nicht der Fall.“


Punkte ART Giants: Jetullahi (20), Rose (18), Zvinklys (14), Lollis, Möller (15), Schild, Kehr (2), Wilkins und Giddens (10)