ART Giants gehen beim SC Rist Wedel leer aus (80:66)

Foto: Norbert Schulz

Für die ART Giants Düsseldorf gab es auch am 15. Spieltag im Aufeinandertreffen mit dem SC Rist Wedel keinen Grund zum Jubeln. Beim Auswärtsspiel im hohen Norden hielten die Giganten über weite Strecken gut mit, mussten sich letztlich aber mit 66:80 geschlagen geben.


Zu Beginn der Begegnung beim Tabellensiebten schickte Interimstrainer Abd Elhadi Saou seine bewährten Kräfte Brady Rose, Faton Jetullahi, Quadre Lollis, Alexander Möller und Deion Giddens auf das Feld. Zwar reisten der erst kürzlich verpflichtete Neuzugang Yannik Tauch sowie Rückkehrer Jamal Smith bereits mit nach Wedel, beide nahmen zunächst jedoch auf der Ersatzbank Platz. Und sie sahen einen guten Start ihrer Teamkollegen: Nach wenigen Minuten netzte Jetullahi den ersten Wurf aus der Distanz ein, Rose legte zwei weitere Zähler zur ersten Führung nach (4:7). Düsseldorf war mit viel Einsatzbereitschaft angereist und legte auch im Korbabschluss das zuletzt schmerzlich vermisste Selbstbewusstsein an den Tag. Zur Mitte des ersten Viertels brachte Saou dann Smith aufs Feld, der sich mit einem erfolgreichen Dreier gleich ideal einfügte (6:13). Die Hausherren erspielten sich in der Folge immer wieder zweite Chancen unter dem Brett und gingen so mit einer knappen 19:17-Führung in die erste Viertelpause.


Davon sichtlich beeindruckt zeigten sich die ART Giants zum Start ins zweite Viertel – Wedel drehte offensiv auf und zog plötzlich auf acht Punkte davon (25:17). Nun war Gelassenheit gefragt im Düsseldorfer Spiel und die zeigte abermals Routinier John Wilkins: Mit acht wichtigen Punkten in Folge, darunter zwei erfolgreiche Dreier, sorgte er für den bis dahin verdienten Ausgleich (27:27). Wie entfesselt präsentierten sich die Gäste aus NRW nun im eigenen Offensivspiel, Kehr und Wilkins legten weitere Zähler nach (29:32). Doch die erste Halbzeit war geprägt von einer Vielzahl an Führungswechseln – Wedel hatte die richtige Antwort parat und übernahm erneut die Führung, bevor es in die Kabine ging (40:37).


Ein deutlich besserer Start in den zweiten Durchgang gelang dann den Gastgebern aus Wedel. Mit drei erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen am Stück bauten sie ihre Führung plötzlich auf zehn Punkte aus (49:39). Während sich die Giganten vor dem gegnerischen Korb spürbar schwertaten, fand Wedel immer wieder die entscheidenden Lücken in der Düsseldorfer Verteidigung (58:41). Über die körperliche Physis von Sebastian „Beißer“ Kehr wollten die ART Giants in der Folge zurück in die Spur finden, doch das gelang nur teilweise. Zusätzlich wurde es zur Mitte des dritten Viertels kurzweilig noch hektisch auf dem Parkett: Beide Teams sammelten jeweils ein technisches Foul wegen Meckerns, in eher unauffälligen Situationen. Mit einer 63:53-Führung für Wedel ging es ins Schlussviertel.


Und dieses startete Wilkins mit einem weiteren Treffer aus der Distanz. Zwar fand der ProB-Aufsteiger aus Düsseldorf wieder in sein Spielsystem, hinten raus leistete man sich allerdings immer wieder leichtfertige technische Fehler (68:58). Mit der richtigen Einstellung, die die Giganten an diesem Tag zweifelsfrei auf das Spielfeld brachten, tankten sie sich über Smith und Lollis zum Ende der Partie mehrfach erfolgreich zum Korb durch (70:64). Die letzten Hoffnungen der Gäste machte Alexander Angerer dann anderthalb Minuten vor Spielende mit einem sicheren Distanzwurf zu Nichte. Letztlich unterlagen die ART Giants trotz einer kämpferischen Leistung in Wedel mit 66:80.


Interimstrainer Abd Elhadi Saou: „Insgesamt haben wir die richtige Energie und Einstellung über die gesamte Spielzeit mitgebracht. Die Jungs haben super miteinander kommuniziert auf dem Feld. Ausschlaggebend für die Niederlage war sicherlich, dass uns zum Ende hin die Abgeklärtheit vor dem gegnerischen Korb fehlte. Wir hatten zwar immer wieder gute Offensivaktionen, nehmen dann aber viele Würfe zu hektisch.“


Punkte ART Giants: Smith (6), Galvez Braatz (1), Jetullahi (12), Rose (7), Lollis (6), Möller (2), Schild (n.e.), Jeuschede (4), Kehr (9), Wilkins (13), Giddens (6) und Tauch (n.e.)