ART Giants kommen in Münster ordentlich unter die Räder (92:66)

Foto: Norbert Schulz

Bei den WWU Baskets Münster mussten die Schützlinge der ART Giants Düsseldorf am 6. Spieltag ihr zweite Saisonniederlage hinnehmen. Das Team von Headcoach Kevin Magdowski erwischte einen schwachen Start in die Partie und verlor auch in der Höhe verdient mit 66:92.


Schon zu Beginn der Begegnung in der Münsteraner „Sporthalle Berg Fidel“ war zu erkennen, dass die Gäste aus Düsseldorf nicht ihren besten Tag erwischt hatten. Münster nahm direkt das Spiel in die Hand und führte nach nur drei Minuten bereits mit acht Punkten (8:0). Düsseldorfs Trainer Magdowski reagierte mit einer schnellen Auszeit und nutzte diese für eine laute Ansprache, um seine Akteure wach zu rütteln. Doch das Gegenteil war der Fall: Die Hausherren spielten weiter munter auf, trafen aus allen Distanzen und boten den Giganten auch defensiv weiter die Stirn. So kam es, dass die ART Giants – mit der besten Offensive der gesamten Liga – wenig später noch deutlicher ins Hintertreffen gerieten (15:0). Erst nach fünf Minuten und unzählig vergebenen Chancen aus allen Positionen, konnte Mark Gebhardt von der Freiwurflinie die ersten Punkte erzielen (18:1). Neuzugang Shawn Gulley (20 Punkte) war es schließlich, der all seine Energie packte und quasi im Alleingang die nächsten Punkte bis zur ersten Viertelpause besorgte (27:10).


Mit einem unerwarteten Slam Dunk sorgte Gebhardt zu Beginn des zweiten Viertels dann für ein Lebenszeichen bei den Giganten. Diese Aktion schien seinen Teamkollegen offensichtlich etwas die Augen geöffnet zu haben und fortan agierte der Tabellenführer erfolgreicher unter dem gegnerischen Korb. Bei den WWU Baskets reagierte man aber unbeirrt, zog sein Spielsystem weiter durch und so gingen die Düsseldorfer mit einem deutlichen Rückstand in die Halbzeitpause (45:26).


Dass an diesem Nachmittag nur wenig zusammengehen wollte bei den ART Giants, war auch nach dem Seitenwechsel zu erkennen. Auch wenn man weiterhin versuchte, sich gegen eine drohende Klatsche zu stemmen, gaben die Münsteraner weiter den Ton an. Stefan Weß und Jasper Günther netzten zügig zwei Dreier in Folge ein und sorgten auf der Anzeigetafel für klare Verhältnisse (57:32). Magdowski wollte nochmal frische Impulse setzen und so bekam Youngster Linus Helmhold seine Chance auf dem Parkett. Der 17-jährige Centerspieler fügte sich gut ein und versenkte gleich einen Distanzwurf von jenseits der Dreierlinie – einer der wenigen positiven Momente im Spiel der Gäste (63:44).


Mit dem gewonnenen Selbstbewusstsein netzte Helmhold zum Start ins Schlussviertel noch einen weiteren Dreier ein. Als die Begegnung beim Stand von 73:53 jedoch so gut wie entschieden war, gewährte ART Giants-Trainer Magdowski auch seinen anderen Nachwuchskräften Finn Pook, Patrick Liebert und Din Pobric in den letzten Minuten noch etwas Spielzeit. An der deutlichen und verdienten 66:92-Auswärtsniederlage in Münster war da aber längst nichts mehr zu ändern.


Headcoach Kevin Magdowski: „Das war eine schwache Vorstellung von uns, wir sind überhaupt gar nicht ins Spiel reingekommen. Münster hat uns mit der Spielweise etwas überrascht und sich dann in eigener Halle sehr schnell in einen Rausch gespielt. Eine Partie, in der wir von Beginn an so wenige Rebounds sammeln, ist dann auch einfach nicht mehr zu gewinnen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann nochmal versucht, das Spiel ausgeglichener zu gestalten. Trotz einiger besserer Phasen geht der Sieg für Münster letztlich aber auch in der Höhe in Ordnung. Daraus müssen wir nun unsere Lehren ziehen. Wir sind noch lange nicht dort, wo wir aktuell in der Tabelle stehen.“


Punkte ART Giants: Liebert (2), Mavin (18), Lollis (8), Boner (3), Mikutis (2), Pook, Gebhardt (5), Pobric, Helmhold (8), Demirbas, Gulley (20) und Kehr