ART Giants erleben bittere Auswärtspleite in Hanau (90:78)

Foto: Norbert Schulz

Im zweiten Playoff-Gruppenspiel mussten sich die ART Giants Düsseldorf auswärts bei den White Wings Hanau mit 78:90 geschlagen geben. Durch die Niederlage in Hessen ist das vorzeitige Playoff-Aus der Giganten quasi besiegelt.


Im Vorfeld der Partie in Hanau war allen Beteiligten aus Düsseldorf klar: Es muss unbedingt ein Sieg her! Und so starteten die ART Giants selbstbewusst in das Duell mit den White Wings aus der ProB Süd. Allen voran setzte sich Quadre Lollis Jr. unter dem offensiven Korb mehrfach gut durch und leitete die Führung ein. Meist kamen die Düsseldorfer zunächst durch den Zug zum Korb zum Erfolg, wobei sie zusätzlich häufig gefoult wurden und Extrapunkte von der Freiwurflinie mitnehmen konnten. Zur ersten Viertelpause hatten die Rheinländer die Nase noch leicht vorn (19:22).


Im zweiten Viertel übernahmen die Gastgeber aus Hanau dann vermehrt die Spielkontrolle, was auch daran lag, dass sich die Mannschaft von ART Giants-Trainer Kevin Magdowski teils überflüssige Fehler im eigenen Passspiel erlaubte und den Gegner dadurch zu einfachen Punkten einlud (29:28). Im Offensivspiel der Düsseldorfer ließ sich von nun ein kein wirklicher Plan mehr erkennen. Viele notgedrungene Abschlüsse fanden nicht den Weg in den Korb und Hanau punktete bis zur Halbzeitpause freudig weiter über schnelle Gegenangriffe. Mit einem Neun-Punkte-Rückstand für die Giganten ging es in die Kabine (44:35).


Wie schon bei der Niederlage in Karlsruhe, kamen die ART Giants schwach aus der Kabine zurück und schafften den Turnaround im dritten Viertel nicht. Es gelang dem Magdowski-Team schlicht nicht die körperliche Überlegenheit auf dem Parkett für sich zu nutzen. Trotz der Kabinenansprache fehlte es defensiv weiterhin am Zugriff. Derweil erledigte Hanau seine Aufgabe gut und konnte den Vorsprung, angeführt vom stark aufspielenden Till-Joscha Jönke (24 Punkte), zum Ende des dritten Viertels sogar noch ausbauen (73:58).


Im Schlussviertel mussten die ART Giants nun alles auf eine Karte setzen, doch dieses Vorhaben brachten sie nicht effektiv aufs Parkett. Zu unstrukturiert agierte man über den Großteil der Spielzeit und nahm sich dadurch quasi selbst die Chance, die Partie nochmal zu drehen. Einziger Lichtblick an diesem Nachmittag war die Leistung von Flügelspieler Mark Gebhardt, der nicht nur wegen seiner 29 Punkte und 7 Rebounds zum Topscorer wurde, sondern als einziger Akteur der Gäste an sein gewohntes Leistungslevel herankam und zu jeder Sekunde die nötige Einsatzbereitschaft aufs Feld brachte. An der verdienten 78:90-Auswärtsniederlage konnte aber auch seine persönliche Saisonbestleistung nichts mehr ändern.


Headcoach Kevin Magdowski: „Das war eine schwache Vorstellung von uns, aber wir wussten, dass es in Hanau sehr schwer werden würde. Wir haben nicht eine Minute lang hundert Prozent aufs Parkett gebracht und so reicht es dann in den Playoffs eben nicht. Wie bereits in Karlsruhe war unser schwaches drittes Viertel entscheidend. Beide Mannschaften wussten, worum es in diesem Spiel geht. Hinzu kam auch, dass einige Spieler von uns seit den Playoffs zuletzt häufiger angeschlagen waren, was unsere Spielvorbereitung im Training zusätzlich etwas erschwert hat.“


Punkte ART Giants: Mavin (15), Liebert, Lollis (6), Boner (7), Mikutis (11), Pook (1), Gebhardt (29), Schick (2), Demirbas, Uzoma, Gulley (7) und Pobric (n.e.)