77:86 in Schwelm: Spiel verloren, direkten Vergleich gewonnen

Foto: Dirk Ansorge

Auf der Zielgeraden in der Hauptrunde der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB mussten die ART Giants Düsseldorf am 20. Spieltag eine vermeidbare 77:86-Auswärtssniederlage in Schwelm hinnehmen. Trotz der Pleite im Rückspiel konnten die Giganten den direkten Vergleich aufgrund des höheren Sieges im Hinspiel gegen die EN Baskets aber für sich entscheiden.


Bevor die Gäste aus Düsseldorf so wirklich in die Partie zweier NRW-Clubs fanden, zog Milen Zahariev das Spiel der EN Baskets früh an sich. Bei den Hausherren lief in den Anfangsminuten viel über den treffsicheren Bulgaren, der sein Team in Führung brachte (11:6). Über die Distanzwürfe von jenseits der Dreierlinie fanden dann auch die Giganten um Headcoach Kevin Magdowski ins Spiel. Neben Shawn Gulley erwies sich auch US-Aufbauspieler Dennis Mavin nicht nur als gewohnter Passgeber, sondern als eiskalter Knipser von weit außen. Zur ersten Viertelpause führten die ART Giants dadurch mit fünf Punkten (23:28).


Nach dem guten Start agierten die Rheinländer im zweiten Viertel offensiv überhastet, was Schwelm wiederum zu nutzen wusste. Per Dreier erkämpfte Marco Hollersbacher den EN Baskets die Führung zurück. Ganze fünf Minuten lang blieben die Düsseldorfer ohne eigene Punkte, selbst von der Freiwurflinie wollte das orange Leder in dieser Phase nicht durch die gegnerische Reuse. Erneut per Dreier erlöste Gulley die Gäste schließlich. Dennoch rannten die ART Giants zur Halbzeitpause einem Rückstand von sieben Punkten hinterher (44:37).


Mit deutlich mehr Geduld im Ballvortrag kam das Magdowski-Team zurück aus der Kabine und verkürzte schnell auf drei Punkte. Als der sonst für die Würfe aus weiter Ferne bekannte Andrius Mikutis mit einem krachenden Dunking für Aufschrei auf der Ersatzbank sorgte, war das Gesicht der Giganten aus dem ersten Viertel zurück auf dem Parkett. Zwei ebenbürtige Teams standen sich nun gegenüber, die sich absolut nichts schenkten. Dennoch hatte Schwelm zum Ende des dritten Viertels das Quäntchen Glück teils mehr auf eigener Seite, gerade in den Duellen unter dem Korb (62:55).


Als sich die Düsseldorfer im Schlussviertel dann abermals mehr reinbissen und mit viel Tempo im Zug zum Korb wieder verkürzten, lebte die Hoffnung auf den Turnaround wieder auf (68:67). Immer wieder war es der starke Point Guard Dennis Mavin (25 Punkte), der seine Teamkollegen mit sehenswerten Fastbreak-Korblegern in Schlagdistanz hielt. Letztlich gewährten die Giganten ihrem Gegner aber zu viele Freiheiten unter dem Korb, den die EN Baskets dankend annahmen und den Sieg so über die Zeit brachten (86:77). Trotz der Niederlage in Schwelm gewinnen die ART Giants aufgrund des höheren Sieges im Hinspiel (+13) den direkten Vergleich gegen Schwelm. Ein wichtiger Faktor, der bei Punktgleichheit durchaus Auswirkungen auf die Playoff-Platzierungen haben könnte.


Headcoach Kevin Magdowski: „Wir haben es nicht geschafft, dem Gegner den Zug zum Korb wegzunehmen und sind über die Außenpositionen komplett überlaufen worden. Im dritten Viertel haben wir dann Ansätze gezeigt, die Partie doch nochmal drehen zu können. Schwelm hat das aber sehr gut gemacht und uns vor Schwierigkeiten gestellt, die wir nicht lösen konnten. Natürlich war es mit Blick auf die Playoffs sehr wichtig den direkten Vergleich für uns zu entscheiden, das hatte höchste Priorität.“


Punkte ART Giants: Liebert, Mavin (25), Lollis (2), Boner (1), Mikutis (16), Pook, Gebhardt (14), Schick (4), Gulley (13), Fouhy, Uzoma (2) und Pobric (n.e.)