Ü40 mit gelungener Qualifikations-Runde

Der Modus der Westdeutschen Meisterschaft sieht vor, dass die Teilnehmer in zwei Vorrunden-Turnieren ausgespielt werden. Die vier verbliebenen Qualifizierten nehmen ihre Punkte mit und spielen im Überkreuzschema. Auch kommt die verkürzte Spielzeit von 4x7 Minuten den meisten Akteuren entgegen. Da die Ü40-Giganten gegen den amtierenden deutschen Meister SG Haspe/ Kabel Boele knapp mit zwei Punkten verloren, ließ sich diese Hypothek für die Westdeutsche verschmerzen.


Anfang März trafen die Düsseldorfer in Köln auf die Qualifikanten der anderen Gruppe, die DJK Köln sowie BG Köln. Um nicht den Rechenschieber rausholen zu müssen, sollten beide Spiele gewonnen werden. Pünktlich ging um 11 Uhr der Ball, der nebenbei bemerkt eine Katastrophe war, gegen DJK hoch. Die Giganten starteten mit ihren „Rookies“ Marc Oellerich, Frank Schulze, Sophomore Jan Müller, sowie den Veteranen Gerrit Terdenge und Stephan Zehentmeier auf den großen Positionen. Die körperliche Unterlegenheit wollte Köln durch Fastbreaks, Ganzfeldpresse und eine gehörige Portion Galligkeit wettmachen. Letzteres wurde von den Schiedsrichtern aber nach kürzester Zeit unterbunden und Köln hatte nach zwei Minuten bereits die Mannschaftsfoulgrenze erreicht. Leider verstanden es die Düsseldorfer nicht aus diesem Vorteil Kapital zu schlagen. Fehlende Spielpraxis sowie Abstimmungsprobleme ließen im 1. Abschnitt nur Magerkost-Basketball zu. Man konnte sich beim Gegner für vergebene Korbleger bedanken und mit einem 9:9 in die kurze Pause gehen. Aus dieser kamen sie etwas fokussierter aufs Feld und konnten sich in der 10. Spielminute mit 15:10 etwas Luft verschaffen. Köln hingegen konterte mit zwei schnellen Abschlüssen, ehe Stephan kurz vor der Pause trocken von weit draußen antwortete. Sekunden vor der Sirene schickte man die DJK nochmal an die Linie, diese verkürzte auf 20:15.

Nach dem Pausentee wusste vor allem  Gerrit Terdenge das Team zu tragen und übernahm Verantwortung. Wenn er nicht zum Abschluss kam, fand er aus dem Double-Team heraus die freien Mitspieler, die sich mit Körben bedankten. Köln stemmte sich mit allem was sie hatten gegen die drohende Niederlage und gestaltete dieses Viertel ausgeglichen. Mit einem 31:24 ging es in den Schlußabschnitt. Das Spiel wurde zunehmend härter aber die Schiedsrichter blieben ihrer Linie treu und pfiffen schnell ab. Bis zur 24. Minuten beim Stande von 35:27 wurden lediglich Freiwürfe auf dem Anschreibebogen notiert, bis Köln anfing aus dem Feld einzunetzen. Durch einen Dreier kamen sie zwei Minuten vor Schluß auf 37:34 heran und das Spiel drohte zu kippen - Auszeit ART Giants. Nach kurzer Ansage besann man sich darauf wieder ruhiger, cleverer zu spielen und sich nicht von der Hektik der Ganzfeldpresse anstecken zu lassen. Gerrit, Frank und Stephan schenkten sieben nahezu unbeantwortete Punkte ein und so war die Messe beim 44:35 eine Minute vor Schluss praktisch gelesen. Die obligatorische Freiwurforgie durch stop the clock blieb aus und man ging mit einem 47:36-Endstand als Sieger vom Feld.

Punkte ART Giants: Gerrit Terdenge 12, 6/8FW; Stephan Zehentmeier 12, 2x3; Frank Schulze 11, 5/8FW; Marc Oellerich 7, 5/6FW; Daniel Klabunde 3, 1x3; Jan Müller 2; Stefan Kratz, Peter Hofmann, Rüdiger Milione, Roman Sapko


Um 14:15 startete Spiel Nummer zwei gegen die BG Köln. Sie gaben in der Partie unmittelbar zuvor gegen Haspe ihrer Bank gut Minuten und den Sieg ab, um gegen die Giganten relativ „frisch“ agieren zu können - das sollte sich auszahlen. Köln war sofort im Spiel und nach 30 Sekunden bereits 4:0 in Front. Ebenso wie der Gegner im ersten Spiel wurde permant Druck auf die Aufbauspieler ausgeübt. Auf und Abseits des Feldes wurde nach Ordnung gesucht, aber nicht gefunden und so mussten nach einem Dreier der BG, beim Stand von 6:11 in der 4. Minute, die Köpfe in der Auszeit gewaschen werden. Der Pressbreak funktionierte nun besser und besonders Jan und seinen zehn erzielten Punkten in diesem Viertel war es zu verdanken, dass man mit 16:17 im Spiel blieb. Der zweite Durchgang gestaltete sich ebenso ausgeglichen und man war mehr darauf Bedacht, weniger Fehler als der Gegner zu machen, anstatt das Heft an sich zu reißen. Jan war weiterhin in Geberlaune und kurz vor der Halbzeitsirene schossen Marc und Frank mit zwei Dreiern die Ü40-Giganten zur ersten Führung des Spiels (28:27). Dass dies kein Selbstläufer werden würde, war nun jedem klar. Man musste die Konzentration hoch halten und darauf hoffen, dass die Kölner irgendwann müde werden. Leider hatte man die Rechnung ohne Clasing gemacht. Er lief im dritten Viertel heiß und ließ sich erst durch eine Auszeit beim Stande von 36:41 stoppen. Die Ansprache und zwei Wechsel zeigten Wirkung. In der Defensive wurde mit deutlich mehr Dampf zu Werke gegangen. Viertelübergreifend erhöhte Daniel per Dreier in der 22. Minute auf einen 11:0-Run und 47:41 auf dem Scoreboard. Köln wurde zunehmend müder. Düsseldorf spielte geduldig die Uhr herunter und wusste mit Variabilität und Teamplay zu überzeugen. Abwechselnd trugen sich fünf Spieler für die letzten neun Punkte auf dem Bogen ein - Endstand: 56:47.

Punkte ART Giants: Jan Müller 18, 5/6FW; Gerrit Terdenge 12, 1x3, 9/10FW; Frank Schulze 9, 1x3; Stephan Zehentmeier 6; Daniel Klabunde 5, 1x3, 2/2FW; Marc Oellerich 4, 1x3, 1/4FW; Roman Sapko 2; Stefan Kratz; Peter Hofmann; Rüdiger Milione


Fazit: Nach ein paar Jahren Durstrecke und bitteren Niederlagen gegen Kölner Mannschaften haben es die Ü40-Giganten endlich wieder geschafft, eine erfolgreiche Qualifikationsrunde zu spielen. Respekt und Dank gehen an die BG Köln, DJK Köln sowie SG Haspe/ Kabel Boele für intensive Spiele und nette Gespräche auch abseits des Feldes.


Text: Daniel Klabunde